Immo­bi­lien als Gemeingut

21. + 22. JANUAR 2022

Dozent: Andre Sacharov

Betriebs­sys­teme für Immo­bi­lien als Gemeingüter – Einmal­eins in Rechts­formen und Finanzierung 

 

Die Nutzung von Häusern wird durch komplexe Betriebs­sys­teme mode­riert. Rechts­formen und Finan­zie­rungen spielen in diesen eine wich­tige Rolle. Durch Beispiele und Refe­renz­pro­jekte können die wich­tigsten Bausteine für eine Siche­rung von Immo­bi­lien als Gemeingüter betrachtet werden. Das Glossar des BBSR zu gemein­wohl­ori­en­tierter Stadt­ent­wick­lung fasst zusammen: „Immo­vie­lien […] sind eine mögliche Antwort auf zahl­reiche aktu­elle Heraus­for­de­rungen der Stadt­ent­wick­lung. Sie verbinden unter einem Dach unter­schied­liche Nutzungen und schaffen Syner­gien: Wohnen, Bildung, Soziales, Kultur, Gewerbe und Natur ergänzen sich zu wich­tigen Orten des städtischen Lebens. Immo­vie­lien bleiben dauer­haft und entziehen den Boden, auf dem sie stehen, dem speku­la­tiven Markt (z.B. mit Erbbau­rechten). In unter­schied­li­chen Rechts­formen orga­ni­siert (z.B. gGmbHs, Genos­sen­schaften, Mietshäuser Syndikat) und aus vielen Quellen finan­ziert, sind sie Anker des Zusam­men­kom­mens in Städten genauso wie im ländlichen Raum.“

Studie­rende erhalten einen Überblick zu geläufigen Rechts­formen von alter­na­tiven Wohn‑, Nach­bar­schafts- und Gewer­be­pro­jekten (Genos­sen­schaft, Mietshäusersyndikat, etc.). Die Bedeu­tung des Gemeinnützigkeitsrechts und des Erbbau­rechts werden disku­tiert. Aufbauend auf den recht­li­chen Grund­lagen werden Grund­be­griffe der Immo­bi­li­en­fi­nan­zie­rung anhand von konkreten Projekten erörtert. Insge­samt soll ein Verständnis für diese zivil­ge­sell­schaft­li­chen Akteure und deren Poten­ziale geschaffen werden. Dieses Wissen ist sowohl für Architekt*innen, die an gemein­wohl­ori­en­tierten Projekten arbeiten wollen, wichtig, als auch für Planer*innen, die für die Umset­zung einer gemein­wohl­ori­en­tierten Stadt­ent­wick­lung mit Akteuren der Zivil­ge­sell­schaft koope­rieren müssen. Letzt­lich ist es hilf­reich für jede*n der selbst aktiv in einem Projekt werden will. Am Ende könnt ihr u.a. grob berechnen wie sich aus dem Kauf­preis einer Immo­bilie die späteren Nutzungs­kosten ergeben.

 

Freitag: 14–19 Uhr

Kennenlernen (was wisst ihr, was wollt ihr wissen) (1h) 
Input Rechtsformen (GbR, Verein, GmbH, Mietshäuser Syndikat, Stiftung)(2h) 
Einführung Gemeinnützigkeitsrecht und Erbbaurecht (1,5h) 
Aufgabe: Recherche von Referenzprojekten 

Samstag: 10:30–18 Uhr

Tour zu Referenzprojekten (ehem. Kindl Brauerei, H48) (2 h) 
Grundlagen der Immobilienfinanzierung (Kaufpreis vs. Gesamtpreis, Eigen- & Fremdkapital, Kosten & Einnahmen) (2,5 h)
Aufgabe: einfache Wirtschaftlichkeitsberechnung zu einem Mietshäusersyndikats Projekt (2 h)
 

– Weitere Details und Infor­ma­tionen zum Kurs erhaltet Ihr wenige Tage vor dem ersten Termin –

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